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Mario Würz (36), Immenhof-Fan seit Jahren, hat in Malente einen kleinen Fanshop eingerichtet. Würz wohnt zudem im alten Torhaus und hat die Geschichte der beiden Pferdemädchen Dick und Dalli fortgeschrieben. |
Der "Immenhof" lebt weiter
Gut Rothensande: Ob Michael Jackson es nun kauft oder nicht. Mario Würz wohnt
hier und ist Fan der alten Filme. Er hat sogar eine Fortsetzung geschrieben.
Mario Würz (36), Immenhof-Fan seit Jahren, hat in Malente einen kleinen Fanshop
eingerichtet. Würz wohnt zudem im alten Torhaus und hat die Geschichte der
beiden Pferdemädchen Dick und Dalli fortgeschrieben.
Es war ein Schlaglicht auf vergangene glamouröse Zeiten, das der angekündigte
Besuch von Michael Jackson auf Gut Rothensande geworfen hat - auch wenn er dann
gar nicht stattfand. Einer, der darüber traurig ist, ist Mario Würz (36): "Es
wäre eine gute Werbung gewesen." Der Malergeselle ist der wohl größte Fan der
Immenhof-Filme, die Mitte der 50er Jahre auf dem Anwesen gedreht wurden. Und er
hat eine Fortsetzung der Geschichte um die beiden Pferdemädchen Dick und Dalli
geschrieben. "Das Buch soll nächstes Jahr verfilmt werden."
Seit Jahren schon wohnt Würz, inzwischen mit Ehefrau Nicole und seinen beiden
Kindern Madeline (7) und Dominik (4), in einer Fünf-Zimmer-Wohnung im
Rothensander Torhaus zur Miete. Inside "Immenhof" sozusagen. "Mit 15 Jahren habe
ich die Filme zum ersten Mal gesehen und war total begeistert." Auch "von der
heilen Welt", so der gebürtige Hesse selbstkritisch. Inzwischen hat er einen
Fanklub gegründet. "Wir sammeln alles: Plakate, Filmprogramme, Requisiten."
Im örtlichen Fotoladen baute Würz einen kleinen Fanshop auf, in dem Becher,
Kappen und Uhren mit "Immenhof"-Signet verkauft werden. Höhepunkt des Jahres ist
ein Sommerfest rund um den Kultfilm. "Da gibt es auch eine Vorcasting-Aktion für
den neuen Film", wirbt Würz. Eine Münchner Produktionsfirma hat nämlich die
Rechte für sein Buch "Sommernacht auf Immenhof" erworben. "Das hätte ich nie
gedacht."
Für Würz, der als Berater verpflichtet ist, geht so ein Traum in Erfüllung. Ob
der Film jedoch an den Orginal-Drehorten spielen wird, ist mehr als unsicher.
Schon jetzt ist Fremden der Zutritt zu der denkmalgeschützte Hofanlage
strengstens verboten. Außerdem plant zumindest ein Teil der Erbengemeinschaft,
zu der neben der Witwe und heutigen Rothensande-Bewohnerin auch die Kinder des
ehemaligen Besitzers gehören, die ganze Anlage samt 265 Hektar Land (wie
berichtet) zu verkaufen.
"Es melden sich immer wieder Interessenten", sagt der Malenter Bürgermeister
Michael Koch (CDU). Zwar habe die Gemeinde keinen Einfluß auf den Verkauf, doch
die Anfragen beträfen meist Erweiterungswünsche. Dabei spiele das "Immenhof"-Image
durchaus eine Rolle. "Es geht ja auch um touristische Nutzungen", so Koch. Das
Management von Popstar Jackson habe sich allerdings noch nicht gemeldet. Da
klingt, bei allem Realitätssinn, auch Bedauern mit. Filmfan Würz läßt sich davon
nicht beirren. "Was auch passiert - wenn mein Film gedreht wird, lebt der
Immenhof weiter." Quelltext: Hamburger Abendblatt